Die Bauchdeckenstraffung ist ein operativer Eingriff, der wie jede andere Operation auch eine Belastung für den Körper darstellt und Komplikationen nach sich ziehen kann. Allerdings ist dieser Eingriff in der Regel risikoärmer als beispielsweise eine Blinddarm-Operation. Unmittelbar nach der Operation können Wundschmerzen, sowie Schwellungen und Blutergüsse auftreten. Diese bilden sich jedoch im Normalfall innerhalb einer Woche zurück. Wird die Wunde nicht ausreichend gesäubert und versorgt, kann sie sich infizieren, was zu einer schlechteren Wundheilung führt.
Ist die Haut jedoch zu straff gespannt, kann der Zug auf der Haut zu Schmerzen und Durchblutungsstörungen führen. Im Extremfall kann dadurch Gewebe absterben oder die Naht einreißen. In diesem Fall ist eine erneute Operation notwendig. Nach der Abdominoplastik kommt es zudem in einigen Fällen zu einer Gefühlstaubheit der Haut im Narbenbereich. Dies sollte sich jedoch im Verlauf von 12 Monaten bessern. Nur selten werden im Rahmen einer Bauchdeckenstraffung Nerven geschädigt, was zu Taubheitsgefühlen an der Bauchdecke führt, die zum Teil auch bis in die Beine ausstrahlen können.
Drainagen, die zum besseren Abfluss von Wundsekret eingelegt wurden, können nach etwa zwei Tagen entfernt werden. Etwa sieben Tage nach der Bauchdeckenstraffung können die Fäden um den Bauchnabel herum gezogen werden. Die Fäden an der längeren Narbe werden etwa 14 Tage nach dem Eingriff entfernt.
Um Komplikationen zu vermeiden, müssen die Betroffenen verschiedene Anweisungen des Arztes befolgen. Beispielsweise sollte eine Bettruhe von 24 Stunden nach dem Eingriff eingehalten werden. Extreme Bewegungen sollten in den Tagen nach der Abdominoplastik möglichst vermieden werden. Die Unterlage einer Rolle unter die Knie kann die Operationswunde zusätzlich entlasten. Um Blutgerinnseln beziehungsweise einer Thrombose vorzubeugen sollten die Patienten zudem Thrombosestrümpfe tragen. Aber auch eine medikamentöse Thromboseprophylaxe ist möglich.