Bei einer Schamlippenverkleinerung können entweder die inneren oder die äußeren Schamlippen (Labien) verkleinert werden. Für gewöhnlich überdecken die äußeren Schamlippen die inneren Schamlippen. Sind die kleinen Labien jedoch sehr stark ausgeprägt, können sie über die äußeren ragen, was zu Unwohlsein oder Schmerzen beim Sport und Intimverkehr führen kann. In der Regel wird bei der Verkleinerung der inneren Labien überschüssiges Gewebe entfernt. Dazu werden die Schamlippen zunächst vermessen und die zu entfernenden Bereiche werden markiert. Für die Schnittführung wird in der Regel ein Laserskalpell verwendet.
Auch zu große äußere Schamlippen werden von vielen Frauen als unästhetisch empfunden. Vor allem zu lange, hängende Schamlippen können das Körperbewusstsein beeinträchtigen und in einigen Fällen Schmerzen verursachen. Zur Verkleinerung der äußeren Schamlippen wird sowohl überschüssiges Gewebe als auch Fett entfernt. Diese Methode ähnelt dem Fettabsaugen. Zunächst erfolgt dazu eine Injektion mit einer speziellen Lösung, die das Gewebe und die Fettzellen auf das Fettabsaugen (Liposuktion) vorbereitet.
Die Eingriffe im Bereich der Schamlippen werden in der Regel in Lokalanästhesie durchgeführt, auf Wunsch der Patientin ist jedoch auch eine Analgosedierung (Dämmerschlaf) oder Vollnarkose möglich. Eine Verkleinerung der inneren (kleinen) Schamlippen dauert, je nach Umfang und Art des Eingriffs, zwischen 45 und 150 Minuten.
Bei einer Reduktion der äußeren Schamlippen ist mit einer Operationsdauer von etwa 90 Minuten zu rechnen. Es ist auch möglich, beide Eingriffe miteinander zu verbinden und in einer Sitzung sowohl die inneren als auch die äußeren Schamlippen zu verkleinern. Die Verkleinerung der Schamlippen ist im Normalfall ein ambulanter Eingriff, sodass die Patientin nach einer Ruhephase von etwa 30 bis 60 Minuten wieder nach Hause gehen kann. Die Kosten für den Eingriff liegen zwischen 900 und 1200 Euro, je nachdem ob die inneren, die äußeren oder beide Schamlippen verkleinert werden sollen.