Bei der Verabreichung von Depotpräparaten, wie der Dreimonatsspritze, kommt es häufig zu Schmierblutungen, die oft auch länger anhalten können. Nach längerer Anwendung bleibt die Menstruation bei manchen Frauen auch nach dem Absetzten des Präparates für einige Zeit ganz aus (Amenorrhoe). Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen sowie Nervosität können weitere Nebenwirkungen der Dreimonatsspritze sein.
Eine langjährige Anwendung der Dreimonatsspritze wird nicht empfohlen, da das Gestagenpräparat auf Dauer den Knochenstoffwechsel negativ beeinflusst und so das Risiko für Osteoporose ertöht.
Zudem sollten sich Frauen vor der Anwendung der Dreimonatsspritze bewusst machen, dass sich das Präparat nicht einfach absetzen lässt. Die Hormonkonzentration ist durch die Depotspritze relativ hoch und der Wirkstoff muss sich erst langsam im Muskel auflösen. Dies kann vor allem im Falle einer Unverträglichkeit zu lange anhaltenden Beschwerden führen.
Gibt es Alternativen zu Dreimonatsspritzen?
Neben der Dreimonatsspritze gibt es eine Vielzahl weiterer hormoneller Verhütungsmethoden, die eine ähnliche Sicherheit aufweisen. Dazu zählen beispielsweise die Minipille, Verhütungsstäbchen, die in den Oberarm implantiert werden, oder die Hormonspirale. All diese Präparate enthalten ebenfalls das Hormon Gestagen.
Neben der Dreimonatsspritze gibt es außerdem auch eine Einmonatsspritze, die die Hormone Östrogen und Gestagen enthält und einmal im Monat am siebten Zyklustag vom Frauenarzt verabreicht wird.
Letzte Aktualisierung am 06.08.2009.