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Ambulante gynäkologische Operationen


Was sind ambulante gynäkologische Operationen?

Ambulante gynäkologische (gynä (griechisch)=Frau) Operationen sind Eingriffe im Bereich der Frauenheilkunde (=Gynäkologie), bei denen die Patientinnen noch am OP-Tag selbst wieder nach Hause gehen können und auch die Nacht vor der Behandlung zu Hause verbringen. Ambulantes Operieren, stationäre Versorgung und ambulante Versorgung sind je eine Säule unseres Gesundheitswesens. Ambulante operative Eingriffe sind in verschiedenen Bereichen der Medizin ein gängiges Verfahren, so auch in der Gynäkologie. Sie werden nicht nur in ärztlichen Praxen, sondern auch in Kliniken durchgeführt. Aus Sicht der Krankenkassen bieten ambulante Operationen den Vorteil, dass sie kostengünstig sind. Aus dem Blickwinkel vieler Patientinnen sind sie stationären Operationen vorzuziehen, weil sie keinen längeren Aufenthalt in der Klinik vorsehen. In Deutschland werden heutzutage ungefähr 37% der operativen Eingriffe ambulant durchgeführt.

Wann werden gynäkologische Operationen ambulant durchgeführt?

Ob eine Operation ambulant erfolgen kann, hängt laut den Kriterien des Verbandes Ambulantes Operieren von folgenden Punkten ab:

  1. Ist die Operation für ein ambulantes Vorgehen geeignet?
  2. Ist die Patientin für eine ambulante Operation geeignet ?
  3. Sind die räumlichen Bedingungen gegeben, um einen ambulanten Eingriff vorzunehmen?
  4. Ist das Personal für ambulante Eingriffe geeignet?

Außerdem gibt es Kriterien zur Patientenerfassung (5.) und zur Entlassung (6.). Prinzipiell ist beispielsweise bei folgenden Operationen aus dem gynäkologischen Bereich ein ambulantes Vorgehen möglich:

  • Die Spiegelung der Gebärmutter (=Hysteroskopie), beispielsweise
    • zur Entfernung von Polypen und Myomen
    • Wegen ungeklärter Blutungen
    • Zur Entfernung der Schleimhaut der Gebärmutter (=Uterus), auch Endometriumablation genannt

  • Laparoskopie (=Bauchspiegelung), zum Beispiel
    • wegen Schmerzen unklarer Ursache
    • zur Entfernung der Ovarien (=Eierstöcke)
    • wegen einer ungeklärten Kinderlosigkeit
    • zur Sterilisation

  • Operationen an der Mamma (=Brust), beispielsweise
    • zur Biopsie (=Entnahme einer Gewebeprobe)
    • zum Entnehmen von Fibroadenomen (=gutartige Knoten)

Letztendlich obliegt jedoch der Patientin zu entscheiden, ob eine Operation ambulant durchgeführt wird, oder nicht.


Ambulante gynäkologische Operationen - Ablauf »

Letzte Aktualisierung am 06.08.2009.

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