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Osteoporoseuntersuchung / Knochendichtemessung - Ablauf


Der Untersuchungsablauf

Die Osteoporoseuntersuchung mithilfe der Knochendichtemessung dauert in der Regel nicht mehr als eine viertel, bis eine halbe Stunde. Je nachdem welche Methode der Messung angewandt werden soll, legt sich der Patient unter das entsprechende Untersuchungsgerät. Bei der Untersuchung dann selbst sollte er sich möglichst nicht bewegen, muss aber ansonsten nichts tun. Zur möglichen Feststellung einer Osteoporose wird die Dichte des Knochens wie schon oben besprochen entweder am Oberschenkel gemessen, oder aber an der Lendenwirbelsäule.

Die einzelnen Verfahren der Messung der Knochendichte sollen im Folgenden noch einmal kurz erläutert werden:

  1. Röntgen-Absorptiometrie
    Bei dieser Methode wird die Knochendichte gemessen, indem man die Abschwächung der Röntgenstrahlung ermittelt und daraus dann den Wert der Knochendichte errechnet. Die gängige Form dieses Verfahrens ist heutzutage die Doppel-Energie-Röntgen-Absorptiometrie. Eine Abkürzung dafür ist DXA, beziehungsweise DEXA, was wiederum für die englische Bezeichnung dual-energy-xray-absorptiometry steht. Dieser " Ableger" der Röntgen-Absorptiometrie hat den Vorteil, dass damit eine sehr genaue Messung erfolgen kann. Zudem ist die Strahlungsbelastung für den Patienten dabei vergleichsweise relativ gering. Eine weitere, in heutigen Zeiten kaum mehr angewendete Form, ist die Einzel-Energie-Röntgen-Absorptiometrie, oder kurz SXA. Die DXA kann als Weiterentwicklung der SXA angesehen werden. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Eigenschaften der verwendeten Röntgenstrahlung.

  2. Quantitative Computertomographie
    Bei diesem Verfahren, das auch kurz QCT genannt wird, wird eine geschichtete Röntenaufnahme von der Lendenwirbelsäule erstellt. Hierdurch können die Messung der Knochendichte im Innern des Knochens und die Messung der Knochendichte an der Oberfläche des Knochens einzeln erfolgen. Das ist deswegen von Vorteil, weil die Stoffwechselaktivität im Innern größer ist, an der Oberfläche kleiner. Aus diesem Grund lassen sich Veränderungen der Aktivität bei dieser Methode besonders leicht ausmachen. Der erhebliche Nachteil dieser Methode ist, dass sie für den Patienten eine sehr hohe Strahlenbelastung bedeutet und nicht so genaue Ergebnisse erzielt wie die Röntgen-Absorptiometrie. So wird verständlich, dass sie nur in Einzelfällen einmal Anwendung findet.

  3. Quantitative Ultraschallmessung
    Dieses Verfahren, auch QUS genannt, befindet sich aktuell noch auf dem Prüfstand und gehört bis heute nicht zu den Standartmethoden der Messung der Knochendichte. Hierbei werden nicht Röntgenstrahlen, sondern Ultraschallwellen benutzt. Gemessen wird in einem ersten Schritt, wie sehr die Ultraschallwellen im Knochen abgeschwächt werden. In einem zweiten Schritt wird dann bestimmt, wie schnell sich die Ultraschallwellen im Knochen ausbreiten. Der herausragende Vorteil der Ultraschallmessung ist, dass diese Untersuchung für den Patienten keine Strahlenbelastung bedeutet.

  4. Periphere Densitometrie
    Diese Möglichkeit der Osteo-Desitometrie ist prinzipiell nichts anderes, als das Verfahren der Einzel-Energie-Absorptiometrie, Doppel-Energie-Photonen-Absorptiometrie, oder aber der peripheren Computertomograhie. Hier wird allerdings die Messung der Dichte des Knochens nicht an der Lendenwirbelsäule, oder am Oberschenkelknochen, sondern in der Regel am Unterarm vorgenommen. Das Problem dieser Art der Knochendichtemessung ist, dass sie nicht an den Knochen erfolgt, bei denen eine Aussage über die Knochenbrüchigkeit besonders bedeutsam wäre.

  5. Konventionelles Röntgenbild
    Bei vorliegen einer Osteoporose treten häufig an den Wirbelkörpern charakteristische Brüche um Umbauvorgänge auf, an denen die Osteoporose erkannt werden kann.
    Der Mineralsalzgehalt der Knochen kann durch ein normales Röntgenbild allerdings nicht ermittelt werden. Die gängige Röntgenuntersuchung wird daher vor allem bei dem Verdacht eines Knochenbruchs und bei starken Knochenschmerzen angewandt.

Interpretation
Alle Ergebnisse, die mit den verschiedenen Methoden ermittelt wurden, werden als T- und Z-Werte angegeben. Der T-Wert sagt aus, wie weit der Wert, der bei dem jeweiligen Patienten gemessen wurde, von dem Wert eines gesunden Dreißigjährigen differiert. Der Z-Wert gibt an, wie weit der gemessene Wert von Werten von Vergleichspersonen abweicht, die genauso alt und gesund sind.

Als Anhaltspunkte für den T-Wert gilt:

  • 0 bis -1: normal

  • -1 bis -2,5: Knochenarmut (=Osteopenie)

  • unter -2,5: Osteoporose

  • unter -2,5, außerdem Knochenbrüche durch Osteoporose: schwere Osteoporose

Mögliche Komplikationen bei der Knochendichtemessung

Bei den Verfahren der Knochendichtemessung treten in der Regel keine Komplikationen auf.

Alternative oder ergänzende Untersuchungen

Für eine genauere Untersuchung des Knochens kann eine Knochenbiopsie vorgenommen werden. Das bedeutet, dass man ein winziges Stück Knochen mit einer speziellen Nadel zur weiteren Diagnostik entnimmt.


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Letzte Aktualisierung am 06.08.2009.

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