Bereits nach etwas mehr als einer viertel Stunde beginnt sich die Herzfrequenz auf einen normalen Wert zu senken. Die erhöhte Frequenz ist eine Wirkung des Nikotins. Die Körpertemperatur in Händen und Füßen steigt etwas. Dies kann man sich dadurch erklären, dass die Gefäßengstellung unter Nikotineinfluss weniger Blut und damit auch weniger Wärme vor allem in die entlegeneren Körperteile gelangt.
Nach ungefähr acht Stunden hat sich das Kohlenmonoxid von den roten Blutkörperchen, den Erythrozyten, gelöst. Dieser Stoff führt durch die Bindung an die roten Blutzellen dazu, dass weniger Sauerstoff an diesen gebunden werden kann. Das bedeutet, dass die Sauerstoffkapazität des Blutes von Rauchern geringer ist, als die von Nichtrauchern, was wiederum negative Auswirkungen auf die Sauerstoffversorgung eines Babys im Mutterleib hat.
Nach ca. 24 Stunden beginnt das Herzinfarktrisiko zu sinken. Bei einem Herzinfarkt kommt es dazu, dass durch den Verschluss eines Gefäßes ein Teil des Herzens nicht mehr mit Blut versorgt wird und abstirbt. Da das Herz aber dafür zuständig ist das Blut und damit den lebenswichtigen Sauerstoff durch den Körper zu pumpen, kann bei einem Infarkt unter Umständen eine ausreichende Versorgung nicht mehr gewährleistet werden. Dies gefährdet auch das Leben eines ungeborenen Kindes.
Nach ungefähr zwei Tagen beginnt sich der Geruchs- und Geschmackssinn zu verbessern. Nach ungefähr drei Monaten verbessert sich die Lungenfunktion wieder. In den ersten neun Monaten nach Beendigung des Rauchens wird die Lunge langsam wieder sauberer und die Infektionsgefahr sinkt. Nach einem Jahr ohne Zigarettenkonsum ist das Risiko von Erkrankungen, die die herzversorgenden Gefäße (= Herzkranzgefäße) betreffen (wie zum Beispiel ein Herzinfarkt), auf die Hälfte gesunken.
Nach etwa fünf Jahren, ist die Wahrscheinlichkeit an einem Lungenkrebs zu versterben, etwa auf die Hälfte abgesunken. Ebenso verhält es sich auch mit dem Risiko eines Mundhöhlenkrebses, eines Krebses der Trachea (= Luftröhre) und des Oesophagus (= Speiseröhre).Nach ungefähr zehn Jahren unterscheidet sich das Risiko eines Rauchers einen Lungekrebs zu entwickeln nicht von dem eines Nichtrauchers. Nach circa fünfzehn Jahren ist das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden genauso hoch wie das Risiko eines beständigen Nichtrauchers.
Allgemein kann gesagt werden, dass die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Mutter und ihr Kind gleichermaßen positiver werden, wenn die Mutter es schafft das Rauchen vor, in, oder auch noch nach der Schwangerschaft einzustellen.