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Totgeburt - Therapie und Prognose



Welche Therapie wird bei einer Totgeburt angewandt?

Nach dem Tod des Kindes setzen die Wehen meist innerhalb von wenigen Tagen von selbst ein. Die meisten Frauen bevorzugen jedoch eine künstliche Geburtseinleitung durch Prostaglandin-Zäpfchen in die Scheide und mit einem Wehentropf. Auch eine Rückenmarksanästhesie (Periduralanästhesie, PDA) zur Schmerzbekämpfung ist sinnvoll. Die oft geäußerte Befürchtung, das tote Kind könnte im Bauch der Mutter eine Infektion verursachen und müsste deshalb möglichst schnell zur Welt gebracht werden, ist unbegründet, so lange die Fruchtblase noch intakt ist.

Auch wenn die betroffenen Frauen im das tote Kind oft möglichst schnell aus ihrem Körper heraus haben wollen und deshalb zu einem Kaiserschnitt neigen, ist dieser aus medizinischen Gründen nicht ratsam. Ein Kaiserschnitt setzt die Schwangere einem unnötigen Operationsrisiko aus und schafft zudem schlechtere Voraussetzungen für weitere Schwangerschaften. Nach der Totgeburt wird das Kind von der Hebamme gewaschen, gewogen und gemessen, in ein Tuch gewickelt oder angezogen. Die Eltern können und sollten dann selbst entscheiden, wie viel Zeit sie mit dem Kind verbringen wollen.

Prognose

Nach der Geburt eines toten Kindes besteht für die Mutter vor allem die Gefahr einer Nachblutung, was unter Umständen einen hohen Blutverlust mit sich ziehen kann. Eine weitere mögliche Komplikation ist das so genannte „Dead fetus syndrome". Dies kann hervorgerufen werden, wenn das tote Kind länger als fünf Wochen in der Gebärmutter verbleibt. So kann es zu einer Gerinnungsstörung kommen, welche unter anderem durch die Freisetzung proteinhaltiger Enzyme des Kindes hervorgerufen wird. Diese gehen in den Organismus der Mutter über und schädigen das Gerinnungssystem der Patientin. Umgangssprachlich wird dieser Vorgang auch als eine Vergiftung der Mutter durch das abgestorbene Kind beschrieben.


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Letzte Aktualisierung am 11.08.2009.

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