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Erbrechen während der Schwangerschaft - Komplikationen und Maßnahmen



Können bei Schwangerschaftserbrechen Komplikationen auftreten?

In den meisten Fällen stellt sich Schwangerschaftserbrechen und damit verbundene Übelkeit etwa in der zwölften Schwangerschaftswoche von selbst ein. Ist dies nicht der Fall oder muss sich die Schwangere sehr häufig und im Verlauf des ganzen Tages erbrechen, sollte dies von einem Arzt abgeklärt werden. Denn neben der schweren Form des Schwangerschaftserbrechens, der Hyperemesis gravidarum, kann auch eine Magen-Darm-Infektion oder eine Lebensmittelvergiftung verantwortlich für die Beschwerden der Patientin sein. Besonders starke Übelkeit kann zudem auch auf eine Blasenmole hinweisen. In jedem Fall sollten sich Patientinnen, die unter starkem Erbrechen leiden, zunächst in eine Klinik begeben.

Was kann gegen Erbrechen während der Schwangerschaft unternommen werden?

In den meisten Fällen von Schwangerschaftserbrechen wird von einer medikamentösen Therapie zunächst abgeraten, da sich die Beschwerden nach der Hormonumstellung meist von selbst wieder bessern. Betroffene Frauen finden es jedoch häufig hilfreich, die Nahrungsaufnahme auf mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag zu verteilen. Zudem sollten die Patientinnen auf koffein- und kohlensäurehaltige Getränke verzichten und darauf achten, eine ausreichende Menge an Vitaminen und Mineralstoffen zu sich zu nehmen. Das Kauen von Haferflocken, Sonnenblumenkernen oder Mandeln kann außerdem dazu beitragen, die Säure im Magen zu binden und den Brechreiz zu lindern.

Zur Therapie des Schwangerschaftserbrechens können zudem alternative Heilmethoden, wie Akupunktur und Akupressur eingesetzt werden. Eine Vielzahl aktueller Studien hat die Wirkung der verschiedenen Methoden zur Stimulierung von Akupunkturpunkten bei morgendlicher Übelkeit und Erbrechen schwangerer Frauen untersucht. Die Auswertung dieser Studien ergab, dass sich durch Akupunktur die Übelkeit um mehr als 50 Prozent, das Erbrechen um etwa 40 Prozent reduzieren ließ.

Des Weiteren hat sich gezeigt, dass Frauen, die schon zu Beginn der Schwangerschaft Sport treiben, weniger unter der Schwangerschaftserbrechen leiden andere. Mediziner vermuten, dass Bewegung die Stoffwechselprozesse im Körper beschleunigt und dadurch die Hormonumstellungen erleichtert. Bei schweren Formen von Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft können auch Medikamente (wie beispielsweise Antihistaminika) zum Einsatz kommen. Meist ist zudem ein Klinikaufenthalt notwendig, um den Verlust an Flüssigkeit und Nährstoffen mit der Gabe von Infusionen auszugleichen.

Konnte das Bakterium Helicobacter pylori als Ursache für eine Hyperemesis gravidarum nachgewiesen werden, hilft eine Behandlung mit Antibiotika. So genannte Makrolidantibiotika werden von Schwangeren meist gut vertragen und wirken in der Regel schnell und dauerhaft. Nach dreiwöchiger Therapie kann das Bakterium Helicobacter in der Regel "eradiziert", das heißt, für immer unschädlich gemacht werden.


« Erbrechen während der Schwangerschaft - Ursache

Letzte Aktualisierung am 10.08.2009.

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