Da Infektionen im Rahmen einer Schwangerschaft durch eine Vielzahl von Erregern verursacht werden können, sind auch die Beschwerden oft sehr unterschiedlich. In vielen Fällen hat die Schwangere gar keine, oder nur sehr leichte Beschwerden. Diese sind oft grippeähnlich und verursachen meist Kopf- und Muskelschmerzen, leichtes Fieber, Durchfall und geschwollene Lymphknoten. Zudem können vor allem bei Röteln oder Masern verschiedenartige Hautausschläge hinzukommen.
Infektionen mit Herpesviren führen hingegen vor allem im Intimbereich zu Schmerzen, Juckreiz und typischen Schleimhautveränderungen. Im Falle einer Chlamydieninfektion leiden die betroffenen Frauen häufig unter Entzündungen von Gebärmutterhals oder Harnröhre (Zervizitis, Urtethritis). Die Erkrankung kann jedoch auch völlig unbemerkt verlaufen und keine Beschwerden verursachen. Bestimmte Erreger können in der Schwangerschaft zudem zu vorzeitigen Wehen, einem vorzeitigen Blasensprung oder gar zu einer Fehl-, Früh- oder Totgeburt führen.
Infiziert sich eine Schwangere mit bestimmten Krankheitserregern, heißt dies nicht immer, dass die Infektion auch auf das Kind übergehen muss. Das Risiko für eine Übertragung der Infektion ist von verschiedenen Faktoren abhängig: