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Infektion des ungeborenen Kindes - Symptome



Welche Symptome können vorgeburtliche Infektionen bei der Mutter auslösen?

Da Infektionen im Rahmen einer Schwangerschaft durch eine Vielzahl von Erregern verursacht werden können, sind auch die Beschwerden oft sehr unterschiedlich. In vielen Fällen hat die Schwangere gar keine, oder nur sehr leichte Beschwerden. Diese sind oft grippeähnlich und verursachen meist Kopf- und Muskelschmerzen, leichtes Fieber, Durchfall und geschwollene Lymphknoten. Zudem können vor allem bei Röteln oder Masern verschiedenartige Hautausschläge hinzukommen.

Infektionen mit Herpesviren führen hingegen vor allem im Intimbereich zu Schmerzen, Juckreiz und typischen Schleimhautveränderungen. Im Falle einer Chlamydieninfektion leiden die betroffenen Frauen häufig unter Entzündungen von Gebärmutterhals oder Harnröhre (Zervizitis, Urtethritis). Die Erkrankung kann jedoch auch völlig unbemerkt verlaufen und keine Beschwerden verursachen. Bestimmte Erreger können in der Schwangerschaft zudem zu vorzeitigen Wehen, einem vorzeitigen Blasensprung oder gar zu einer Fehl-, Früh- oder Totgeburt führen.

Wann wird eine Infektion der Mutter auf das Kind übertragen?

Infiziert sich eine Schwangere mit bestimmten Krankheitserregern, heißt dies nicht immer, dass die Infektion auch auf das Kind übergehen muss. Das Risiko für eine Übertragung der Infektion ist von verschiedenen Faktoren abhängig:

  • Einige Infektionen, die eine Frau bereits vor der Schwangerschaft durchgemacht hat, können eine Immunität hinterlassen, die sowohl die Mutter, als auch das ungeborene Kind vor einer erneuten Erkrankung schützt. Ein Beispiel hierfür ist die Toxoplasmose, die nur dann gefährlich ist, wenn sie als Erstinfektion während der Schwangerschaft auftritt.

  • Die Gefahr der Übertragung von Infektionen von der Mutter auf das Kind hängt zudem vom Stadium der Schwangerschaft ab. Bei vielen Erregern ist die Übertragungswahrscheinlichkeit im ersten Drittel der Schwangerschaft eher gering, sie steigt jedoch im Verlauf der Schwangerschaft stetig an.

  • Das Ausmaß der Folgen, die eine vorgeburtliche Infektion auf das Kind hat, ist zudem abhängig vom Zeitpunkt, in dem sich das Kind im Mutterleib infiziert hat. Während beispielsweise Röteln-Viren dem Kind in den ersten Wochen der Schwangerschaft am meisten schaden können, gefährden andere Erreger das Kind stärker, wenn die Infektion kurz vor der Geburt erfolgt.

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Letzte Aktualisierung am 11.08.2009.

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