Medikamente in der Schwangerschaft

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Welche Medikamente können dem Kind in der Schwangerschaft schaden?

Einige Medikamente, die eine werdende Mutter in der Schwangerschaft einnimmt können die Entwicklung des ungeborenen Kindes beinträchtigen oder sogar Schäden hervorrufen. Während man früher davon ausging, dass der Mutterkuchen das Kind wie eine Art Schranke vor Giften schützt, weiß man heute, dass fast alle chemischen Stoffe, denen die Mutter ausgesetzt ist, ebenfalls den Kreislauf des Kindes erreichen. Deshalb gilt für Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung.

Problematisch ist jedoch bei der Einnahme von bestimmten Arzneimitteln, dass bei vielen Medikamenten keine Erfahrungsberichte vorliegen. Wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten bei Schwangeren und stillenden Müttern, mit möglichen Nebenwirkungen auf das (ungeborene) Kind, verbieten sich natürlich aus ethischen Gründen. Hier schützen sich die Hersteller von Arzneimitteln, indem sie deren Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit nur eingeschränkt, nach Rücksprache mit dem Arzt oder gar nicht empfehlen.

Wie können Medikamente das ungeborene Kind schädigen?

Wenn eine werdende Mutter in der Schwangerschaft Medikamente einnimmt, muss sie davon ausgehen, dass der Embryo automatisch mitbehandelt wird. Die Empfindlichkeit des Kindes gegenüber schädlichen Medikamenten ist jedoch von seinem Entwicklungsstadium abhängig. Kritisch ist vor allem das Stadium der Organentwicklung, das in der sechsten bis zwölften Schwangerschaftswoche stattfindet. In dieser Zeit ist das Kind für schädliche Substanzen besonders empfindlich und es kommt während dieser Zeit zu den meisten Fehlbildungen. Im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel nimmt die Empfindlichkeit des Embryos gegenüber schädigenden Substanzen wieder ab.

Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
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