Geburtsvorbereitung

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Was beinhaltet eine Geburtsvorbereitung?

Schwangere Frauen und deren Partner haben vor der Geburt etwa neun Monate Zeit um sich intensiv auf die Entbindung vorzubereiten. Gerade vor dem ersten Kind fühlt sich das Paar jedoch häufig überfordert und allein gelassen. Es fehl ihnen oft an wichtigen und hilfreichen Informationen. Dabei existiert heute eine Vielzahl von Möglichkeiten für werdende Eltern, sich auf eine bevorstehende Geburt vorzubereiten. Besonders beim ersten Kind sind Geburtsvorbereitungskurse empfehlenswert, da sie den Eltern die nötige Sicherheit geben können. Geburtsvorbereitungskurse werden in jeder Stadt angeboten und in den meisten Fällen von Hebammen geleitet. Sie beinhalten in der Regel

  • Das Einüben von Atemtechniken, die der Mutter helfen sollen, mit den Wehen besser zurecht zu kommen
  • Das Erlernen von Entspannungsübungen und Partnermassagen

  • Die Vermittlung von Informationen zu Schwangerschaft und Geburt

  • Die Besprechung der einzelnen Geburtsphasen

  • Den Aufbau von Kontakten mit anderen Schwangeren, mit denen über Ängste, Probleme und Unsicherheiten gesprochen werden kann

  • Das Erlernen von Bewegungsmustern, die der Schwangeren helfen, mit Schmerzen besser zurecht zu kommen

  • Den Besuch eines Kreißsaales und des Wochenstation

  • Das Einüben von Positions- und Haltungswechseln während der Geburt

  • Ein Miteinbeziehen der werdenden Väter, die hilfreiche Informationen darüber bekommen, wie sie ihre Partnerin im Kreißsaal unterstützen können

Manche Kurse werden auch mit speziellen Sportprogrammen und Fitnessübungen kombiniert. Diese Kurse sind besonders für Frauen, die sonst keinen Sport treiben, zu empfehlen. Es gilt mittlerweile als erwiesen, dass sportliche Aktivität bis zum neunten Schwangerschaftsmonat die Geburt erträglicher machen kann. Geeignete Sportarten sind beispielsweise Schwimmen, Radfahren, Laufen, Gymnastik und Tanzen.

Neben dem Besuch von Kursen empfehlen Hebammen zudem etwa vier Wochen vor der Geburt den Damm mit speziellen Ölen regelmäßig zu massieren um einen Dammriss zu vermeiden. Zudem kann der Aufguss eines Himbeerblättertees im neunten Monat zur Lockerung des Gebärmutterhalses beitragen. Kurz vor der Geburt kann ein so genannter Milchbildungstee die Milchproduktion fördern. Dieser besteht aus Kümmel, Fenchel, Anis, Brennessel, Geißkraut und Basilikum.

Es ist zudem hilfreich, rechtzeitig vor dem errechneten Termin eine Wunschliste zu schreiben, was für den Verlauf der Geburt beachtet werden soll. Darin kann festgehalten werden, wer bei der Entbindung dabei sein soll, ob das Kind gleich auf den bauch gelegt werden soll und ob der Wunsch nach schmerzlindernden Medikamenten besteht. Eine derartige Liste ist oft hilfreich, da gerade in der Aufregung vor der Geburt vieles vergessen werden kann.

Speziell ausgebildete Hebammen bieten mittlerweile auch eine schwangerschafts-begleitende Akupunktur an. Diese soll die Vorbereitung auf die Geburt unterstützen und den Geburtsverlauf erleichtern. Zudem solle es bei Schwangerschaftserbrechen, Übelkeit und Sodbrennen helfen. Bei der geburtsvorbereitenden Akupunktur wird etwa vier Wochen vor dem Geburtstermin nach einem festen Schema regelmäßig akupunktiert.

Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
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