In der Schwangerschaft können sportlichen Tätigkeiten, die die Schwangere zuvor ausgeführt hat, problemlos fortgesetzt werden. Richtiges Training kann helfen, Beschwerden im Verlauf der Schwangerschaft und sogar Geburtsschmerzen zu minimieren. Auch wenn die werdende Mutter vor der Schwangerschaft wenig bewegungsfreudig war, ist es nie zu spät damit anzufangen.
Durch die Umstellung des Körpers in der Schwangerschaft vermehrt sich das Blutvolumen der werdenden Mutter und das Herz pumpt stärker, um unter anderem die Gebärmutter besser zu durchbluten. Zudem sind auch Gelenke und Bänder elastischer als unter normalen Umständen. Schonende und regelmäßige Bewegung ist auch für Schwangere wichtig, um den Körper in Form zu halten und eine gute Muskelspannung aufzubauen. Bewegung hebt zudem die Stimmung und steigert das Selbstwertgefühl der werdenden Mutter. Allgemeine Befürchtungen, wonach durch das Training der Mutter das Geburtsgewicht des Babys verringert wird, konnten in wissenschaftlichen Untersuchungen nicht nachgewiesen werden. Es gibt jedoch auch Risikofaktoren, die durch bestimmt Sportarten unter Umständen noch verstärkt werden können. Dazu zählen:
Liegt bei der Schwangeren eine oder gar mehrere der genannten Punkte vor, sollte vor der Aufnahme einer sportlichen Aktivität Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden. Unter Umständen kann Sport in der Schwangerschaft jedoch gänzlich ungeeignet für eine werdende Mutter sein. Dies ist der Fall beim Auftreten von
Schwangere Frauen, die vor dem Baby nie Sport betrieben haben, sollten ebenfalls zuvor den Arzt befragen, wenn sie nun damit beginnen wollen.
Ein gutes Herz-Kreislauf-Training für ungeübte Schwangere bieten Schwimmen und Ausdauersportarten wie moderates Walken, Aerobic, Radfahren auf dem Hometrainer oder Wanderungen. Ausdauersportarten sollten nicht öfter als drei Mal pro Woche ausgeübt werden. Bei Trainingseinheiten in Rückenlage ist zudem Vorsicht geboten. Untersuchungen haben ergeben, dass vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft diese Position dazu führen kann, dass das Herz bei der werdenden Mutter in seiner Arbeit behindert wird.
Frauen, die regelmäßig Sport betreiben, sollen damit in der Schwangerschaft auf jeden Fall weitermachen. Der Körper ist an Bewegung gewöhnt und schwangere Frauen würden sich eher schaden, wenn sie nun eine neunmonatige Trainingspause einlegen würden. Auch trainierte Frauen sollten allerdings vermeiden, in der Schwangerschaft sehr intensiv oder bis zur völligen Erschöpfung zu trainieren. Für Ausdauertraining eignet sich eine Belastungsintensität von etwa 70 bis 85 % der maximalen Herzfrequenz. Die Dauer der Trainingseinheiten in diesem Intensitätsbereich sollte 90 Minuten nicht überschreiten.
Bei allen Trainingsformen sollte die werdende Mutter jedoch darauf achten, ausreichend zu trinken. Eine gute Ernährung ist beim Training ebenfalls wichtig. Die Ernährung in der Schwangerschaft sollte reich an Kohlenhydraten sein, etwas mehr Eiweiß als üblich enthalten (1 Gramm pro Kilo Körpergewicht) und einen moderaten Fettanteil aufweisen (30 Prozent). Frisches Obst und Gemüse sorgen für ausreichende Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen.