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Menstruationszyklus



Was ist ein Menstruationszyklus?

Etwa zwischen dem 11. und 14. Lebensjahr wird eine Frau geschlechtsreif, ist also körperlich dazu in der Lage, ein Kind zur Welt zu bringen. Mit dem Eintritt ins geschlechtsreife Alter haben Frauen regelmäßig einen Eisprung (Ovulation), der mit einer Menstruationsblutung verbunden ist. Das Auftreten einer vaginalen Blutung in zyklischen Abständen von etwa 28 Tagen ist somit ein äußeres Kennzeichen einer geschlechtsreifen Frau.

Die erste Regelblutung einer jungen Frau wird als Menarche bezeichnet. Sie setzt meist zwischen dem 11. und 14. Lebensjahr ein und kann zu Beginn noch sehr unregelmäßig und zum Teil auch schmerzhaft auftreten, bis sie sich schließlich nach einigen Zyklen eingependelt hat.

Die letzte Menstruationsblutung wird Menopause genannt und bedeutet das Ende des fortpflanzungsfähigen Alters. Der Ablauf eines geregelten Menstruationszyklus wird durch ein genau abgestimmtes Zusammenspiel verschiedener Hormone bestimmt.

Die wichtigsten sind dabei vor allem:

  • Das Östrogen. Es beeinflusst besonders die Schleimhaut der Gebärmutter (Endometrium), die sich im Laufe der Zyklus aufbaut und verdichtet um ein befruchtetes Ei aufzunehmen und so eine Schwangerschaft ermöglichen zu können. Das Östrogen wird in den Eierstöcken, sowie in der Eibläschen (Follikeln) gebildet, die die weiblichen Eizellen im Eierstock umschließen.

  • Das Lutenisierende Hormon (LH, „gelbfärbendes Hormon"), das den Eisprung fördert. Es wird von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) dann ausgeschüttet, wenn die Konzentration von Östrogen im Blut einen bestimmten Wert erreicht hat. Erst wenn genug lutenisierendes Hormon von der Hypophyse ins Blut abgegeben wurde, kann der Eisprung stattfinden. Somit ist die Schwellenkonzentration von LH der eigentliche Auslöser der Ovulation.

  • Das follikelstimulierende Hormon (FSH), das ebenfalls von der Hypophyse ins Blut abgegeben wird. Übersteigt die Konzentration von FSH im Blut einen bestimmten Schwellenwert, beginnen in den Eierstöcken zunächst mehrere Eibläschen (Follikel) heranzureifen. Von diesen erreicht einer schließlich die volle Reife und gibt beim Eisprung eine Eizelle in die Ampulle des Eileiters ab.

  • Das Progsteron (Gelbkörperhormon). Es wird vom nach dem Eisprung verbliebenen Rest des Eibläschens gebildet, dem so genannten Gelbkörper (Corpus luteum). Dieses Corpus luteum ist eine nur vorübergehend aktive Drüse, die sich am Zyklusende zurückbildet, wenn keine Befruchtung erfolgte. Das Gelbkörperhormon Progesteron kann die unter Östrogeneinfluss aufgebaute Gebärmutterschleimhaut weiter aufrechterhalten. Auch die Konzentration des Progesterons sinkt wieder ab, wenn die Eizelle nicht befruchtet wurde und der Gelbkörper sich zurückbildet.

 

 


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Letzte Aktualisierung am 24.08.2009.

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