Vor jedem chirurgischen Eingriff muss der Arzt die Patientin ausreichend beraten und aufklären. Er muss des Weiteren bewerten, ob die Operation überhaupt in dem Maße durchführbar ist, in dem die Patientin es wünscht. Dazu gehört auch eine Abschätzung des individuellen Risikos, das heißt welche Komplikationen auftreten können und wie hoch die Erfolgswahrscheinlichkeit liegt.
Vor jedem operativen Eingriff sollte die Patientin außerdem das Rauchen für mindestens zwei Wochen einstellen, um Wundheilungsstörungen zu vermeiden. Frauen, die das 40. Lebensjahr überschritten haben, wird vor einem chirurgischen Eingriff an der Brust die Durchführung einer Mammographie empfohlen, um bei verdächtigen Befunden rechtzeitig reagieren zu können. Experten empfehlen für diese Patientinnen außerdem eine weitere Mammographie 12 Monate nach der Operation.
Zudem sollte jede Patientin nach der Operation für etwa 6 Wochen auf Sport verzichten. Auf dem Bauch schlafen ist erst ab der 7. Woche wieder gestattet.
Die häufigste Komplikation, die nach dem Einsetzen von Implantaten auftreten kann, ist die so genannte Kapselfibrose. Dabei engen körpereigene Bindegewebsfasern die Prothese im Verlauf von mehreren Monaten immer weiter ein, bis sie verrutscht, verhärtet und sich so deformieren oder gar platzen kann. Zwischen 5 und 20 Prozent der behandelten Frauen entwickelt nach einer Brustvergrößerung eine Kapselfibrose. Die modernen Silikonimplantate haben deshalb eine eher raue Oberfläche, die die Gefahr einer Kapselfibrose verringern soll. In den ersten Tagen und Wochen nach einer Brustoperation sind Schwellungen und leichte Blutergüsse normal.
Im Falle einer Brustverkleinerung entstehen relativ große Wundflächen, die Wundwasser einlagern können. Dabei kann es zur Entstehung von so genannten Seromen kommen, die sich in der Regel jedoch selbst wieder auflösen. Nur selten müssen größere Serome mit einer Kanüle punktiert werden.
Eine Verschlechterung des Gefühlsempfindens im Bereich der Brustwarze ist nach Brustverkleinerungen nichts ungewöhnliches, da die zuführenden kleinen Hautnerven bei der Operation zum Teil durchtrennt werden müssen.