Für die meisten Genussmittel gilt während der Schwangerschaft: Weniger ist mehr. Besonders Nikotinkonsum, also sowohl aktives Rauchen als auch Passivrauchen, stellen für das ungeborene Kind eine Gefährdung dar. Dabei besteht eine Verbindung zwischen Zigarettenkonsum und unterentwickelten Kindern. Wenn eine werdende Mutter mehr als 5 Zigaretten am Tag raucht, erhöht sich bereits die Sterblichkeit des Kindes. Neueste Forschungen bestätigten zudem die Schädlichkeit von Alkohol während der Schwangerschaft. Alkohol hat eine giftige (toxische) Wirkung auf das ungeborene Kind und kann die Entwicklung des Gehirns und aller Organe behindern. Vor allem hochprozentige Spirituosen sind im Verlauf der Schwangerschaft verboten. Zudem sollte die werdende Mutter ihren Kaffeekonsum in der Schwangerschaft möglichst einschränken. Regelmäßiger Kaffeegenuss oder große Koffeinmengen können zu Untergewicht des Ungeborenen führen. Cola und Tee sind jedoch in der Regel unbedenklich. Der weibliche Körper schützt sich allerdings meist selbst vor zu viel Koffein, indem der Frau die Lust daran vergeht.
Eine zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte in jedem Fall zuvor mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Im Normalfall sind in einer ausgewogenen Ernährung alle wichtigen Nährstoffe ausreichend vorhanden, sodass diese dem Körper nicht noch zusätzlich durch die Einnahme von Tabletten oder Brauspulver zugeführt werden müssen. Fettlösliche Vitamine wie A, D, E und K können sich bei übermäßiger Zufuhr sogar im Körper anreichern und bei zu hohen Konzentrationen die Schwangerschaft gefährden. In einigen Fällen kann der behandelnde Arzt es jedoch für sinnvoll erachten, ein eisen- oder folsäurehaltiges Schwangerschaftsvitaminpräparat einzunehmen. Dies wird dann individuell verschrieben.