Die Gewebeentnahme aus der Brust erfolgt im Rahmen einer sogenannten "Biopsie". "Bios" ist das griechische Wort für Leben, opsis der griechische Begriff für Aussehen. Biopsie ist also ein unspezifischer Ausdruck für ein Verfahren, bei dem man lebendes Gewebe zu diagnostischen Zwecken entnimmt. Bei der Biopsie der Brust erfolgt die Gewebeentnahme dann entsprechend aus der Brust der Patientin.
Eine Biopsie der Brust wird in der Regel dann durchgeführt, wenn bei der Mammographie (= spezielle Untersuchung der Brust), im Ultraschall (= Untersuchungstechnik, die in verschiedenen Gebieten der Medizin eingesetzt wird), oder im Kernspin (= ein bildgebendes Verfahren, das in verschiedenen medizinischen Fachbereichen benutzt wird) ein verdächtiger Befund, also eine Veränderung des Gewebes festgestellt wurde. Eine solche Veränderung, also zum Beispiel ein Knoten, könnte auf ein Karzinom (=Krebs) hindeuten. Die Biopsie der Brust dient in solchen Fällen dazu zu klären, ob es sich dabei um einen bösartigen, oder gutartigen Befund handelt.