Mobbing - wenn der Kollege zum Feind wird

Lesezeit: 2 Min.

Mobbingattacken können zu ernsten Erkrankungen führen

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist momentan nicht die Beste. Jeder ist bemüht, den Job den er ausübt unter allen Umständen auch dauerhaft zu behalten. Das wirkt sich häufig auf das Betriebsklima der ganzen Firma aus. Alle Mitarbeiter stehen unter großem Erfolgsdruck, die Arbeitsbelastung nimmt ständig zu, da kann es passieren, dass die Kollegialität auf der Strecke bleibt. Jeder denkt nur noch an sich selber und Rücksichtnahme wird zum Fremdwort. Wer um seinen Arbeitsplatz bangen muss, der kämpft mit sehr harten Bandagen. Es geht um viel, in den meisten Fällen sogar um die Existenz von ganzen Familien. Fast jeder muss eine ganze Familie ernähren, es sind finanzielle Belastungen vorhanden, die bewältigt werden müssen.

In solchen Situationen ist Mobbing vorprogrammiert. Jeder, der seine eigene Haut mit aller Macht retten will, greift schon mal zu unlauteren Mitteln. Er beginnt, den Kollegen oder die Kollegin anzuschwärzen, ihm Fehler unterzuschieben, die dieser vielleicht gar nicht begangen hat. Es werden Gerüchte in die Welt gesetzt, die dazu dienen, den Kollegen in einem schlechten Licht darzustellen. Steter Tropfen höhlt den Stein - also wird derjenige, der einmal damit begonnen hat, einen Kollegen zu mobben, dieses auch weiter betreiben. Die Schlinge zieht sich immer weiter zu, bis dem Kollegen, dem Mobbingopfer, die Luft zum Atmen fehlt und er sich in einer Situation befindet, die so dermaßen unter Druck setzt, dass er tatsächlich beginnt, unsicher zu werden und Fehler zu machen. Wer hier nicht über genügend Selbstbewusstsein verfügt, sich gegen derartige Attacken zur Wehr zu setzen, hat bereits verloren. Mobbingattacken sind darauf ausgerichtet, einen Menschen komplett zu vernichten und ihn seelisch derart zu verletzen und zu quälen, dass er nicht mehr in der Lage ist, sein Leben selber in die Hand zu nehmen.

Depressionen sind häufig die Folgen solcher Angriffe. Nach Möglichkeit sollte man versuchen, die Situation gar nicht erst soweit eskalieren zu lassen. Sobald man bemerkt, dass ein Kollege versucht zu mobben, sollte man direkte Gegenmaßnahmen einleiten und sich zur Wehr setzen. Der direkte Weg wäre ein erstes Gespräch mit dem Mobber, gerne auch in Gegenwart einer dritten Person. Erreicht man hier nichts sollte man sich auf keinen Fall einschüchtern lassen. Es gibt Mittel und Wege, selber die Initiative zu ergreifen und und weiteres Mobbing zu unterbinden. Der beste Weg aus so einer Krise ist der, sich mit dem Betriebs- oder Personalrat oder wenn diese in einer Firma nicht existieren mit dem nächsten Vorgesetzten oder dem Firmenchef über die aktuelle Situation zu unterhalten und die Probleme offen anzusprechen. Gemeinsam lässt sich dann eine Lösung finden. Nichts zu tun bedeutet, dem Mobber Tür und Tor zu öffnen für weitere Attacken und diese Gelegenheit sollte man ihm keinesfalls bieten. Es besteht die Gefahr von ernsten Erkrankungen für die Opfer - das muss im Vorfeld schon verhindert werden.


Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
War dieser Artikel hilfreich?
Frauenarzt
Portrait Dr. med. Ute Hugo, Zentrum für Kinderwunsch, Pränatale Medizin, Endokrinologie und Osteologie, amedes-experts-hamburg, Hamburg, Frauenärztin Dr. U. Hugo
Frauenärztin
in 20095 Hamburg
Portrait Dr. med Sabine Neubeck, Praxis im Barkhof, Hamburg, Frauenärztin Dr. med S. Neubeck
Frauenärztin
in 20095 Hamburg
Dr. E. Schumacher-Egbers
Frauenärztin
in 24226 Heikendorf
Alle anzeigen Zufall