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Sauerstoffmangel des Kindes - Therapie



Welche Therapie Möglichkeiten können gewählt werden?

Wird eine Asphyxie vorgeburtlich festgestellt, so bekommt die Mutter sofort ein Wehen- hemmendes Medikament. Dadurch werden die Wehen unterbrochen und Sauerstoffbedarf des Kindes wird gesenkt. Daran schließt sich zur Beschleunigung der Geburt in der Regel eine Kaiserschnittentbindung an.

Im Falle einer sich abzeichnenden Frühgeburt bei unzureichender Lungenreife des Kindes, bekommen Schwangere vor der 35. Woche Kortison als Spritze oder Tabletten, das beim Kind die Lungenreifung beschleunigen soll. Ergänzend werden die eventuell bestehenden Wehen zusätzlich durch Wehenhemmer gestoppt, um die Geburt solange hinauszuzögern, bis die Lungenreife erreicht ist.

Tritt eine Asphyxie erst nachgeburtlich (postnatal) ein, muss diese, je nach Zustand des Kindes unterschiedlich behandelt werden. Bei einem Apgar-Wert von über drei Punkten kann versucht werden, die Atmung des Kindes durch lokale Reize anzuregen, wie beispielsweise einem In-die-Haut-Kneifen. Bei einer Verlegung der Atemwege, beispielsweise durch Fruchtwasser, sollten diese mit einem Sauggerät gründlich gereinigt werden. Hierbei ist allerdings Vorsicht geboten: Sind die Atemwege frei, so kann dieses Absaugen die Herzfrequenz des Neugeborenen reflektorisch vermindern und den Allgemeinzustand weiter verschlechtern.

Die blaue Asphyxie wird meist schon nach wenigen Maßnahmen, wie dem Freimachen der Atemwege, dem Abtrocknen des Neugeborenen und der Überwachung der Lungen- und Herzfunktion überwunden.

Ist das Neugeborene in einer sehr schlechten Situation, was bei Apgar-Werten unter drei Punkten oder weißlich-blassen Farbe des Kindes der Fall ist, so sollte eine rasche Wiederbelebung (Reanimation) erfolgen. Bei dieser weißen Form der Asphyxie sollte das Kind maschinell beatmet werden. Es wird Sauerstoff verabreicht, und bei einer Herzfrequenz von unter 60 Schlägen pro Minute sollte eine Herzdruckmassage mit 100 Schlägen pro Minute eingeleitet werden.

Eventuell kann auch die Gabe einer Bluttransfusion notwendig werden. Zur Vorbeugung einer Asphyxie sollte im Rahmen der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft bereits auf mögliche Risikofaktoren und auf eventuelle Hinweise auf eine entstehende Schädigung des Kindes geachtet werden. Die Mutter sollte von sich aus Risikofaktoren wie Alkohol und Tabak vermeiden. Eine Zuckerkrankheit muss zudem medikamentös gut eingestellt sein.

Im Verlauf der letzen Jahre tendieren Gynäkologen immer mehr dazu, Risikoschwangerschaften frühest möglich per Kaiserschnitt zu entbinden, um möglichen Komplikationen bei der Entbindung vorzubeugen. Hierdurch können Asphyxie-Fälle aufgrund einer Schädigung im Rahmen der Entbindung vermieden werden.

 

 


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Letzte Aktualisierung am 10.08.2009.

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