Im Verlauf einer Schwangerschaft kommt es bei der Schwangeren zu einer Vielzahl von physiologischen Veränderungen des Körpers. Besonders das erste Trimenon geht mit einer Reihe von hormonellen Veränderungen einher, was bei einer Vielzahl von Schwangeren zu teilweise stark ausgeprägter Übelkeit und morgendlichem Erbrechen führt. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft klingt dies jedoch im Normalfall wieder ab. Ab der dritten Woche kann sich ein Spannungsgefühl in der Brust zeigen. Auch die Brustwarzen werden oft sehr empfindlich und leicht druckscherzhaft. Darüber hinaus leidet die Schwangere durch die Hormonumstellung meist unter starker Müdigkeit, Heißhungerattacken und Stimmungsschwankungen.
Die Blutmenge der Schwangeren steigt auf etwa 6,5 Liter, um eine ausreichende Versorgung des ungeborenen Kindes zu gewährleisten. Auch die Zusammensetzung des Blutes ist bei Schwangeren Frauen leicht verändert. So sind beispielsweise verschiedene Stoffe, die die Blutgerinnung fördern, in höherem Maße vorhanden, als bei nicht Schwangeren. Die Zunahme der Konzentration von Fibrinogen lässt sich unter anderem mit dem gesteigerten Bedarf für die Blutstillung nach der Geburt erklären. Auch andere Gerinnungsfaktoren (wie Faktor VII und X) sind erhöht. Zudem sind im Blut auch die Abwehrzellen, vor allem die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) erhöht. Die Menge an Eiweißen, vor allem an Albumin, nimmt im mütterlichen Blut im Verlauf der Schwangerschaft hingegen ab. Dies führt dazu, dass der Wasseranteil des Blutes ebenfalls sinkt und Flüssigkeit von den Blutgefäßen in das umliegende Bindegewebe übertritt. Ödeme, also Wassereinlagerungen und dicke Beine, sind die Folge. Zudem können auch Besenreißer und Krampfadern als Folge der Blutgefäßerweiterung auftreten. Weitere durch eine Schwangerschaft ausgelöste Veränderungen des mütterlichen Organismus sind:
Eine werdende Mutter muss sich zunächst immer bewusst machen, dass eine Schwangerschaft keine Krankheit darstellt. Der Körper arbeitet vielmehr auf Hochtouren, um eine Vielzahl von Umstellungsprozessen bewältigen zu können. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie eine Schwangere ihren eigenen Körper bei der Anpassung an die neue Situation unterstützen kann. Die werdende Mutter sollte sich jedoch keinesfalls auf Experimente einlassen. Bei Unsicherheiten sollte vielmehr der Arzt der erste Ansprechpartner sein. Negativem Stress, Angst oder dem Gefühl der Ohnmacht sollte in der Schwangerschaft durch das Miteinbeziehen von Partner, Frauenarzt und familiärem Umfeld möglichst entgegengewirkt werden.