Wenn Arzt und Patientin sich für eine Hormonbehandlung entschieden haben, so beginnt diese meist am dritten Tag der Monatsblutung. Die Stimulation erfolgt entweder mit Tabletten und/oder direkt durch das Fruchtbarkeitshormon. Hierbei wird täglich eine bestimmte Menge des Fruchtbarkeitshormons gespritzt. Im Allgemeinen werden diese Präparate unter die Haut (in den Oberschenkel, die Bauchdecke oder die Hüfte) gespritzt. Es handelt sich um eine nahezu schmerzfreie Methode, die selbst erlernt werden kann.
Die Eizellreifung wird ab dem 8. Zyklustag mittels Ultraschall und eventuell Blutuntersuchungen kontrolliert. Dabei wird die Hormondosis dem Erfolg entsprechend angepasst. Ist der Follikel schließlich groß genug, so wird der Eisprung mit einem weiteren Hormon, dem humanen Choriongonadotropin (HCG), ausgelöst. Anschließend erfolgt die Befruchtung entweder mit Hilfe der Insemination oder durch Geschlechtsverkehr.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden?
Die Erfolgsaussichten sind vor allem abhängig von der Art und der Schwere der Hormonstörung. Durch eine alleinige Hormontherapie ohne zusätzliche künstliche Befruchtung werden etwa 30 Prozent der Frauen schwanger.
Wer trägt die Kosten für eine Hormontherapie?
Werden die Hormone nur zur Verbesserung der Eizellreifung gegeben, dann trägt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung komplett. Wird die Hormontherapie jedoch in Vorbereitung auf eine IVF oder ICSI gegeben, so muss die Hälfte der Behandlungskosten vom Paar selbst getragen werden.
Letzte Aktualisierung am 06.08.2009.