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Fehlgeburt - Diagnose und Therapie



Wie kann eine Fehlgeburt diagnostiziert werden?

Die Diagnose erfolgt mittels einer Ultraschalluntersuchung, wobei das weitere Vorgehen davon abhängt, ob der Fötus noch am Leben ist. Je nach Zeitpunkt des Auftretens können zudem vaginale Blutungen, Wehentätigkeit oder auch ein bereits erfolgter Blasensprung nachgewiesen werden. Die Ausstoßung des Kinds beziehungsweise der Plazenta ergibt die endgültige Diagnose eines Abortes. Hinweise für die auslösende Ursache finden sich hingegen nur selten.

Therapie

Bei jedem Verdacht einer Fehlgeburt sollte die werdende Mutter umgehend in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Dort erfolgt die Therapie entsprechend der Einteilung der Abortformen. Ist die Schwangerschaft trotz vaginaler Blutungen noch intakt (Abortus imminens), versucht man, die Schwangerschaft so lange wie möglich zu erhalten. Die Schwangere sollte zunächst Bettruhe einhalten werden. Zudem werden häufig beruhigende Medikamente verabreicht um den Kreislauf der Mutter nicht noch zusätzlich zu belasten. Die Einnahme von Magnesium-Tabletten soll außerdem die Wehentätigkeit unterdrücken. Da die Ursache für die Fehlgeburt meist nicht geklärt werden kann, bleibt die Therapie jedoch leider oft erfolglos.

Sowohl beim Abortus incipiens als auch beim Abortus incompletus zielt die Therapie darauf ab, die Fehlgeburt möglichst schnell zu beenden. Dies geschieht in der Klinik zum einen durch die Gabe von Medikamenten, die die Wehentätigkeit fördern, zum anderen wird die Gebärmutter im Rahmen einer Ausschabung oder Absaugung ausgeräumt. Liegt der Sonderfall einer Missed abortion vor, muss die Fehlgeburt medikamentös eingeleitet werden. Zuvor wird die Blutgerinnung der Mutter untersucht, da häufig Gerinnungsstörungen vorliegen, wenn der Fötus bereits längere Zeit verstorben ist. Anschließend wird auch hier die Gebärmutter ausgeräumt.

Bei rhesus-negativen Frauen, deren Partner rhesus-positiv ist, sollte zur Vermeidung einer Rhesusunverträglichkeit bei einer weiteren Schwangerschaft die prophylaktische Gabe von Anti-Rh-Immunglobulin innerhalb von 72 Stunden nach einer Frühgeburt erfolgen. Anti-Rh-Immunglobulin sollte außerdem auch nach einer normalen Geburt erfolgen, wenn die Unverträglichkeit bekannt ist.

Um einem Abort frühzeitig vorzubeugen das Risiko einer Fehlgeburt zu minimieren, ist es sinnvoll, auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung in der Schwangerschaft zu achten. Es ist empfehlenswert, bekannte Stressauslöser bestmöglich zu meiden und so oft wie möglich zu entspannen. Der Genuss von Kaffee, Tabak, Alkohol und Drogen ist ein bekannter Risikofaktor für Fehlgeburten. Auf solche Substanzen sollte daher während der Schwangerschaft möglichst verzichtet werden.

Prognose

Zunächst ist festzuhalten, dass das Risiko einer Fehlgeburt mit fortschreitender Schwangerschaft stetig sinkt. Jedoch haben Frauen, die bereits eine Fehlgeburt hatten, ein erhöhtes für eine weitere Fehlgeburt. Die Möglichkeit erneut schwanger zu werden, ist generell jedoch nicht beeinträchtigt. Der Erfolg weiterer Schwangerschaften hängt von den Ursachen für die Frühgeburt ab. Können diese erkannt und beseitigt werden, steht einer erfolgreichen Schwangerschaft nichts im Wege. Es wird jedoch empfohlen, frühestens drei Monate nach der Fehlgeburt erneut schwanger zu werden.


« Fehlgeburt - Symptome

Letzte Aktualisierung am 06.08.2009.

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