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Fehlgeburt - Ursachen



Was sind die Ursachen einer Fehlgeburt?

Die wichtigsten Ursachen für eine Fehlgeburt sind genetische Defekte des Embryos, mütterliche Faktoren wie Infektionen, hormonelle Störungen oder Fehlbildungen der Gebärmutter oder der Plazenta sowie Blutgruppenunverträglichkeiten. Die Ursachen einer Fehlgeburt können jedoch nur in den seltensten Fällen vollständig geklärt werden. Grundsätzlich sind kindliche (fetale), mütterliche und väterliche Ursachen zu unterscheiden. Bekannte fetale Abortursachen sind Chromosomenmutationen, Infektionen sowie Einwirkungen von schädigenden Medikamenten oder ionisierenden Strahlen. Zu den mütterlichen Abortursachen zählen hingegen:

  • Fehlentwicklung der Plazenta
  • Fehlbildungen der Gebärmutter
  • Verwachsungen, Tumoren im Bereich der Gebärmutter sowie eine Schwäche des Gebärmutterhalses (Zervixinsuffizienz)
  • Mechanische Traumen, wie Stürze oder vorausgegangene Operationen
  • Eine Starke psychische Belastung
  • Chronische Infektionen der Mutter
  • Endokrine Störungen, wie ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder eine Schilddrüsenüberfunktion ( Hyperthyreose)
  • Rhesusunverträglichkeiten zwischen dem Blut der Mutter und dem des Kindes (immunologische Abwehrreaktionen)
  • Drogen-, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch sowie Rauchen und übermäßiger Koffeinkonsum

Zu den väterlichen Abortursachen zählen genetische Störungen sowie verschiedene Arten von Anomalien der Samenzellen.

Des Weiteren können auch schwangerschaftsspezifische hormonelle Funktionsstörungen der Mutter (wie eine Corpus-luteum-Insuffizienz) oder des Kinds (beispielsweise eine Trophoblastinsuffizienz) einen so genannten endokrinen Abort auslösen. Je nach der Ursache der Fehlgeburt kann diese unterteilt werden in

  • Spontanabort- eine Fehlgeburt aufgrund natürlicher Ursachen
  • Künstlicher (artifizieller) Abort- die Fehlgeburt wurde durch Medikamente, Chemikalien oder andere äußere Einwirkungen herbeigeführt

Des Weiteren kann eine Klassifizierung der Abortform auch nach dem Zeitpunkt des Auftretens erfolgen:

  • Frühestabort: Der Frühestabort tritt in den meisten Fällen infolge genetischer Schäden unmittelbar nach der Implantation der befruchteten Eizelle auf und fällt zeitlich meist mit der erwarteten Menstruation zusammen. Die Blutungsstärke entspricht häufig der einer normalen Regelblutung. Man nimmt an, dass viele Frauen, die über eine verspätet eingetretene Regelblutung berichten, in Wirklichkeit einen Frühestabort erlitten haben, ohne zu wissen, dass eine Schwangerschaft bestand.
  • Frühabort: Von einem Frühabort spricht man, wenn sich der Abort vor dem Ende der zwölften Schwangerschaftswoche ereignet.
  • Spätabort: Bei einer Fehlgeburt nach der 13. Schwangerschaftswoche handelt es sich um einen Spätabort.

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Letzte Aktualisierung am 06.08.2009.

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